Von Mama für Mamas

Ein Gastbeitrag

Liebe Mamas, 

ihr habt auch gerade ein Baby bekommen? Habt vielleicht auch noch die "großen" Geschwister zuhause? Und ihr geht noch nicht wieder arbeiten? Meine Güte, wie lange wollt ihr denn noch zuhause zumsitzen? Euer Baby ist doch schon 5 Monate alt. Ihr habt noch keine Tagesmutter? Dann wirds aber schnell Zeit, sonst bekommt ihr keine mehr. 

Kennt ihr das auch? Oder geht es nur mir so? Mein jüngster Sohn ist 5 Monate, der Ältere 2 Jahre. Und ja, ich bin noch zuhause, betreue mein Baby selbst, habe keine Tagesmutter und habe auch nicht vor in nächster Zeit wieder in meinen Beruf einzusteigen. Als kurze Info zu mir: Ich heiße Sarah, bin 27 Jahre alt, Frau von Vadder und von Beruf Sozialpädagogin. Unser Großer geht inzwischen halbtags in den Kindergarten, ich hole ihn Mittags ab. Mit dem Baby besuche ich regelmäßig Krabbelkurse. Das meistdiskutierte Thema unter den Müttern: der Wiedereinstieg in den Beruf. Die Babys sind gerade 5 Monate alt. Ich habe keine Tagesmutter für das  Kleine. An den Diskussionen in den Babykursen versuche ich mich so gut es geht rauszuhalten, es macht den Anschein, als wäre ich die Einzige, die noch nicht vorhat wieder arbeiten zu gehen. Muss man sich dafür schämen, dass man bereit ist für seine Kinder zurückzustecken und zuhause zu bleiben? Es ist weißgott nicht so, dass ich mich hier zuhause tagtäglich langweilen und mir nen gemütlichen auf dem Sofa mache. Ich habe 2 kleine Kinder, einen Hund und ein großes Haus, es gibt immer was zu tun. Wenn man den Diskussionen der anderen Mütter folgt, könnte man denken, es wäre heutzutage nichts mehr wert, wenn man als Frau bereit ist, sich um seine Kinder zu kümmern. Diese Doppelbelastung, die heutzutage auf Müttern lastet, ist enorm! Die Kinder versorgen, den Haushalt schmeißen, arbeiten gehen. Am Besten noch Vollzeit, das Haus pikobello, die Kinder immer schön gekämmt und gestriegelt, gut erzogen, Einser-Kandidaten in der Schule. Natürlich wissen auch wir, dass es leider Familien gibt, die darauf angewiesen sind, dass beide Elternteile Geld verdienen. Und ich bewundere diese Mütter sehr, die das schaffen! Ich gehöre auf jeden Fall nicht dazu. Bin ich deshalb eine schlechte Mutter, da ich nicht allen Ansprüchen einer MUtter gerecht werde? Ich bleibe zuhause, kümmere mich um unsere Kinder, verdiene zwar kein Geld, ich möchte aber behaupten, dass es für unser Familienleben nicht allzu schlecht ist. Unseren Kinder profitieren davon! Auch wenn wir nicht 3 mal im Jahr in Urlaub fahren können, nicht mehrere Autos haben und auch sonst keinen großartigen Schnickschnack haben, bin ich immernoch der Ansicht, dass es unseren Kindern gut tut, eine Mutter zu haben, die rund um die Uhr für sie da ist, Entwicklungshilfe leistet und ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen managt. 

Liebe Mamas, was sagt ihr dazu? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Werdet ihr auch ständig darauf angesprochen, dass ihr immernoch zuhause seid? Oder müsst ihr aus finanziellen Gründen vielleicht sogar wieder arbeiten gehen und mögt erzählen, wie es euch damit geht, wie ihr das schafft, damit ich euch meine Bewunderung aussprechen kann. 

 

Kommentare

Komisch, ich hatte in den Krabbelkursen eher das Gefühl, dass ich früh dran sei, nach dem ersten Geburtstag wieder ins Büro zu fahren.;-) Ist wohl auch immer eine Frage der Zeit (Unterstützung seitens des Gesetzgebers) und des Ortes (obwohl München ja nicht unbedingt ländlich ist), wie das beeinflusst wird.

Ich mache es auch so, bleibe also auch für die Kinder (knapp 1 & 4) zu Hause. Blöde Kommentare höre ich weniger, dafür aber immer wieder die Frage "Und das könnt ihr eich so leisten? Was arbeitet dein Mann denn?!" in Kombination mit dem Kommentar "Also, ich könnte das nicht."

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