Kindergarten

Eine neue Art von Politik

Als ich noch keine Kinder hatte und nicht gearbeitet habe, habe ich meine Zeit unter anderem auch in politisches Engagement gesteckt. Ich habe versucht einer kleinen lokalen Partei, die als Alternative zu den Bündnisgrünen antrat zu einem zweiten Sitz im Stadtrat zu verhelfen. Die Zeit der Diskussionen und Aktionen die wir damals hatten habe ich wirklich noch in guter Erinnerung. Für so etwas fehlt mir inzwischen aber sowohl Zeit als auch Motivation. Stattdessen habe ich mich ganz bewusst entschlossen auf eine andere Art der Mitbestimmung zu setzen.

Erwartungen treffen auf Realität

Gestern war es soweit, der Martinsumzug des Kindergartens stand an. Ich hatte mir zwei Stunden früher frei genommen, weil ich dachte, dass es eine gute Idee wäre das mitzuerleben. Leuchtende Kinderaugen, ein stolzes Kind, nette Gespräche bei Glühwein und Bratwurst, all das klang verlockdend. Doch diese Vorstellungen entsprangen wohl aus meinen Erwartungen. Das die Realität mir ein fettes  "Nö!" ins Gesicht schleudern würde, wusste ich da ja noch nicht.

Kontaminierte Kindergärten

Ich denke mal, die Erfahrungen die wir zur Zeit haben, machen alle Eltern mit Kindern in Kintergärten und Kindertageseinrichtungen. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass in unserem Haushalt alle Familienmitglieder komplett gesund waren. Seit der Große im Kindergarten ist, ist eigentlich immer irgendjemand krank. Mir kommt es fast so vor, als wäre der komplette Kindergarten eine kontaminierte Zone.

Kindergarten Zombies

Manchmal stelle ich mir die Frage, ob ich nur überreagiere oder ob andere einfach den Ernst der Situation nicht richtig einschätzen können. Kind #1 ist ja seit kurzem im Kindergarten. Neulich holte meine Frau ihn am Mittag ab und ihr wurde mitgeteilt es habe wohl einen kleinen Unfall gegeben. Ein anderes Kind hatte unser Kind ins Gesicht gebissen. Aber es wäre ja nicht so schlimm gewesen, und die Wunde sei gekühlt worden. Meine Frau war erst einmal – in meinen Augen zu Recht – entsetzt. Sie beschwerte sich, dass wir nicht benachrichtigt wurden. 

Kommt Zeit kommt Kita

DaddyDavud von ichbindeinvater.de hat über den richtigen Zeitpunkt für die Kinderbetreung gebloggt. Das hat mich dazu gebracht, meine Einstellung dazu zu reflektieren. Ich gebe zu: Bevor unser erstes Kind auf die Welt kam, habe ich auch gedacht: "Auf gar keinen Fall geben wir das Kind in die Kita bevor es drei ist". Meine Argumentation war die mangelhafte pädagogische Ausbildung der ErzieherInnen.

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