Neuer Treppenhochstuhl

Jetzt, wo unser Zweitgeborener langsam anfängt zu sitzen, und in das Alter kommt, in dem wir darüber nachdenken seine Nahrung durch Brei zu ergänzen, brauchten wir einen weiteren Hochstuhl. Kind 1.0 sollte seinen noch nicht abgeben, also haben wir uns auf die Suche nach einem neuen Hochstuhl begeben. Schnell habe ich festgestellt, dass es eine unheimliche Bandbreite von Hochstühlen in allen erdenklichen Farben und Formen gibt. Auch preislich findet man bis in den vierstelligen Bereich hinein entsprechende Produkte. Wir brauchten also erst mal einen Überblick. Das Shopping-Portal www.netzshopping.de kategorisiert und bündelt die Angebote unterschiedlichster Online-Shops, so dass es sich für so einen Überblick sehr gut eignet. Nach einigem Stöbern haben wir uns dann für einen Hochstuhl aus Vollholz entschieden, der zusätzlich mit einem Sitzverkleinerer aus Stoff als Zubehör glänzt. Einige Tage später wurde er schon geliefert.

Heimwerkermodus aktiviert

Also habe ich nach der Arbeit in den Heimwerkermodus geschaltet und mein Werkzeug zusammengesucht. Vorsichtig den Karton öffnen und schon konnte es los gehen. Leider war schon beim Auspacken zu sehen, dass der Tisch des Hochstuhls wohl beim Transport ein paar Kratzer abbekommen hat. Aber im Endeffekt war mir das egal, so ein Stuhl ist sowieso ein Gebrauchsgegenstand, und der Stuhl, der im Haushalt mit Kindern ohne Kratzer bleibt muss erst noch erfunden werden. Also die Anleitung studieren. Wow, ganze 3 Aufbauschritte. Das sollte doch im Handumdrehen zu erledigen sein. Dachte ich noch, bis ich mir den zweiten Schritt genauer angesehen habe. Da wollte wohl jemand sparsam mit dem Papier umgehen, denn der skizzierte Schritt 2 lässt sich so zusammenfassen: "Verschrauben Sie alle Holzteile mit den mitgelieferten Schrauben an den vorgesehenen Stellen". Schritt 3 waren dann wieder wie Schritt 1 nur wenige einzelne Schrauben. Aber gut, wird schon gehen. 

Hochwertiges Zubehör

Im Paket enthalten war noch ein Sitzverkleinerer, der sich vom Stoff her außergewöhnlich gut anfühlt. Sowohl die Stoffqualität als auch die hochwertige Stickerei haben besonders meiner Frau ziemlich gut gefallen. Zudem ist die Sitzverkleinerung bei 30 Grad waschbar und besteht immerhin zu 35% aus Baumwolle. Ich bin gespannt ob sich der Stoff nach der ersten Wäsche immer noch so angenehm weich anfühlt wie jetzt. Positiv anzumerken ist auch, dass sowohl der Sitzverkleinerer als auch der Stuhl keinerlei unangenehmen Gerüche verbreiten. Bei einigen neuen Produkten ist das ja etwas anders.

Aber zurück zum inzwischen fertig aufgebauten Stuhl. Der Stuhl macht einen sehr stabilen Eindruck und ist gut verarbeitet. In einigen Rezensionen kann man lesen, das einige Löcher zu klein seien. Das kann ich nicht bestätigen. Die Vorbohrungen für die Füße sind selbstverständlich nicht mehr als das: Vorbohrungen. Wären sie größer würden die Schrauben nicht ordentlich halten. Da muss man dann schon etwas Kraft in den Armen haben. Allerdings bin ich ziemlich sicher, dass der Hinweis, keinen Akkuschrauber zu nutzen sich lediglich auf die Schrauben bezieht die in die vorgesehenen Gewinde gedreht werden, und nicht auf die Schrauben für die Füße. Wenn also die entsprechende Kraft zum Schraubendrehen fehlt, kann man an dieser Stelle auch zum elektrischen Hilfsmittel greifen. Bei mir ging es auch so.

Kritikpunkte

Ich habe leider auch ein paar kleine Kritikpunkte an dem eigentlich schönem Stuhl. Zum einen wären da die bereits genannten Kratzer am Tisch, die sind für mich hinnehmbar, aber natürlich etwas ärgerlich. Eine andere Kleinigkeit die mich etwas stört, ist dass sowohl bei der Sitzfläche als auch bei der Beinabstellfläche die eingesetzten Gewinde einen ca. 1mm großen Abstand zur Holzplatte haben. Das ist einfach etwas, was den Eindruck  macht dass bei den Bohrungen unsauber gearbeitet wurde. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber so etwas stört mich einfach. Das hat auch dazu geführt, das ich einige Minuten rumprobiert habe, ob ich etwas falsch mache, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das "so muss". Aber, das muss wohl so. Der dritte Kritikpunkt ist die Höhe des Tisches. Die ist nämlich genauso hoch, wie ein handelsüblicher Küchentisch, was dazu führt, dass man den Stuhl nicht unter den Tisch schieben kann. Das hätte ich vielleicht vorher ausmessen sollen. Aber gut, auch damit werden wir leben können. An sich ist ein Tisch am Stuhl sicherlich keine schlechte Sache. 

Fazit

Alles in allem ist der Stuhl stabil, sieht recht gut aus und macht insgesamt einen soliden Eindruck. Die kleinen Mängel werden durch die wirklich tolle Sitzverkleinerung ausgeglichen, und der Stuhl ist für seine Preisklasse wirklich zu empfehlen. Positiv hervorzuheben ist auch, dass es einer der wenigen Stühle ist, die über einen Fünfpunkt-Gurt verfügen, so dass das Kind wirklich sicher in dem Stuhl sitzt. Denn je nach Aktivitätsgrad des Kindes kann das schon mal gut sein, so etwas zu haben.

Disclaimer: Netzshopping hat mir den Hochstuhl freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.

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