Mit Sicherheit gut unterwegs

Wenn man Vater von zwei Kindern ist, auf dem Land lebt und deshalb regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist, kommt man nicht darum herum sich Gedanken über die Sicherheit der Kinder beim Autofahren zu machen. Man hat zwar die Hoffnung, nicht in einen Unfall verwickelt zu werden und fährt entsprechend verantwortungsvoll, aber falls dann der Ernstfall doch einmal eintritt sollen die Kinder möglichst optimal gesichert sein. Was ist also wichtig, wenn man seine Kinder sicher transportieren möchte?

Fachchinesisch für Anfänger

Wenn man sich mit Kindersitzen auseinandersetzt, wird man schnell mit Begriffen wie Isofix oder i-size in Berührung kommen. Aber was bedeutet das alles überhaupt? Isofix ist ein Befestigungssystem für Kindersitze, bei denen die Sitze über Metallhaken fest mit der Sitzreihe des Autos verbunden werden. Der in meinen Augen unschlagbare Vorteil von Isofix ist, dass der Kindersitz, wenn er einmal eingeklingt ist, wirklich Bombenfest mit dem Auto verbunden ist. Da wackelt und rutscht nichts. Wenn der Sitz dann noch einen integrierten Fünfpunktgurt hat dann sitzt das Kind schonmal ziemlich sicher im Auto. Eigentlich ist es sicherer wenn das Kind mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzt, aber bei unserem Großem haben wir uns dann doch dafür entschieden, einen Sitz mit Blick in Fahrtrichtung zu nehmen, weil wir dann besser im Blick haben, was hinter uns passiert und es einfacher ist, mit dem Kind zu interagieren. I-Size wiederum ist eine Weiterentwicklung des Isofix-Systems, falls man einen neuen Sitz kauft, ist es sinnvoll, auf die I-Size Norm zu achten, da diese Sitze im Vergleich zu den älteren Isofix Sitzen noch ein bischen sicherer sind. Unser Kleiner liegt noch in seiner Babyschale. Auch für diese haben wir eine Isofix Halterung im Auto, die auch rückwärtsgerichtet ist. Neben der erhöhten Sicherheit ist es so auch viel einfacher, den Sitz schnell aus dem Auto mitzunehmen, als wenn jedes Mal der Sitz umständlich mit Gurten befestigt werden müsste. So kann das Kind unterwegs auch mal in der Babyschale liegen bleiben und danach problemlos wieder im Auto Platz nehmen.

Worauf achten?

Wenn man sich also für einen Kindersitz entscheidet, gibt es einige Dinge auf die zu achten sind. Zum einen die erwähnten Befestigungssysteme. Ich würde immer dazu raten, einen Sitz mit Befestigungssystem zu wählen, da diese den durch Gurte fixierten Sitzen in allen Belangen überlegen sind. Ausserdem ist es wichtig, dass man darauf achtet, dass der Sitz auch zum eigenen Auto passt. Denn nicht jeder Sitz ist für jedes Auto zugelassen. Die Hersteller der Kindersitze können hier sehr detailierte Angaben machen. Am besten man informiert sich vorher eingehend damit es keine böse Überraschung gibt. Es gibt Sitze, die mehere Gewichtsklassen abdecken, so dass seltener ein neuer Sitz angeschafft werden muss. Ich würde deshalb darauf achten eine möglichst lange Zeitspanne mit einem Sitz abdecken zu können.

Wo sitzt das Kind?

Zunächst das offensichtliche: Hinten ist es sicherer als vorne. Auf dem Beifahrersitz sollte ein Kind nur in absoluten Ausnahmefällen Platz nehmen. In der hinteren Sitzreihe ist der mittlere Sitz der sicherste, verfügt aber nicht in allen Autos über Isofix Befestigungssysteme. Der zweitbeste Platz ist rechts hinten, da das Kind dann nicht zur Straße hin, sondern zum Bürgersteig den Wagen verlässt. Bei zwei Kindern werden aber vermutlich beide Seiten belegt, hier halte ich es für sinnvoll, dass das ältere Kind an der rechten Seite sitzt, da das jüngere länger auf Hilfe beim Aussteigen angewiesen ist und somit durch uns beim Aussteigen an der Straßenseite geschützt ist.

Wer sich noch weiter über die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr informieren möchte, findet auf der Website der Initiative "Kleine Helden leben sicher", für die ich als Botschafter tätig bin, noch einige weiterführende Texte.

Kommentare

Und wer auch gerne noch ein bißchen Bewegung und frische Luft haben möchte, der fährt mit Kinderwagen, das ist auch sicher und praktisch. Kind rein, warm einpacken und los gehts. Ach ja, und der Große fährt auf dem Kiddyboard mit, das ist in sofern sicher, dass er wenn er dort draufsteht nicht so schnell auf die Straße flitzen kann. Zudem trägt er noch eine Warnweste, damit er gut gesehen wird. Er liebt dieses Ding! Die Zweijährigen sind ja noch besonders stolz auf ihre Warnwesten, die Diskussionen ob das cool ist oder nicht, hat man ja erst später.

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