Mamas Welt: Zu zweit/dritt/viert ist man weniger allein!

Die Deutschen bekommen im Schnitt 1,4 Kinder, ich selbst bin Einzelkind, mein Mann hat einen Bruder. Als ich Kind war habe ich mir immer Geschwister gewünscht. Mein Mann hingegen hat sich oft mit seinem Bruder die Köpfe eingeschlagen, war aber trotzdem immer froh einen Bruder zu haben und heute verstehen sich die beiden blendend. Wobei ich behaupte, dass der Altersabstand bei meinem Mann und seinem Bruder zu groß war und demnach die Interessensgebiete einfach zu verschieden. Der Altersabstand bei ihnen beträgt 3 Jahre. Viele würden mir nun sicher widersprechen und sagen, das sei perfekt. Aber was ist schon perfekt? Unsere Kinder haben einen Altersabstand von 1 1/2 Jahren. Als ich wieder schwanger war, war mein Sohn noch keine 1. Ich erinnere mich noch an die ungläubigen Blicke. Schon wieder? Das ging aber schnell. Ja, das ging schnell, aber wir wollten das so,  und irgendwie muss das ja auch jeder für sich entscheiden. Perfekt ist eben so, wie man sich selber damit gut fühlt. Für uns ist das perfekt. 

Alles hat Vor- und Nachteile 

Die beiden lieben sich, sie werden irgendwann auf dem gleichen Level sein, sie teilen sich ein Zimmer, wachsen beinahe wie Zwillinge auf. Sie werden nie alleine sein. Natürlich werden sie sich auch hassen, sich prügeln, sich gegenseitig das Spielzeug um die Ohren hauen. Aber sie werden auch zusammenhalten, sie werden die Köpfe unter der Bettdecke zusammenstecken und sich Gruselgeschichten erzählen oder Pläne schmieden, wie sie Mama und Papa austricksen können. Wenn es hart auf hart kommt, würde unser Großer jetzt schon das Baby verteidigen, er ist gerade 2 geworden. Es hat so viele Vorteile mit Geschwistern aufzuwachsen. Man ist nie alleine, es ist immer jemand da zum Spielen und Streiten, ja auch das gehört dazu. Man hält immer zusammen wenn es hart auf hart kommt, auch als Erwachsene. Auch die Unmengen an Kinderklamotten und Spielsachen, die sich mit der Zeit so ansammeln, lohnt sich erst so richtig bei zwei oder mehr Kindern.

Über die Dankbarkeit

Als ich mit Baby 2.0 schwanger war, sagte eine Bekannte zu uns, "na hoffentlich wird's nicht noch ein Junge, zwei Jungs wünscht sich ja niemand". Ich war baff, dachte ich hör nicht richtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen gar nicht dankbar sein können oder vergessen, dankbar zu sein, was das für ein Geschenk ist Kinder bekommen zu dürfen. Ich hätte lieber 10 Jungs als gar kein Kind. Tja, aber wie viele Kinder gehören heute dazu? Die spießige kleine Familie, mit Haus, Hund und zwei Kindern, am besten noch ein Junge und ein Mädchen. Oh Gott, jedem das seine. Klar! Auch in unserer Familie würden vermutlich alle sagen, zwei Kinder reichen auch. Ich wollte immer viele Kinder, vielleicht auch weil ich als Kind immer die Kinder mit vielen Geschwistern beneidet habe. Trotzdem, Dankbarkeit über das Geschenk des Kinder bekommen könnens oder dürfens und das nicht alleine sein unter Geschwistern ist das Beste was es gibt. Vielleicht bekommen wir noch mehr Kinder, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon, ich wünsche auf jeden Fall allen das Glück gesunde Kinder bekommen zu können. 

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