Mamas Welt: Selbstorganisation

Katja Schönefeld hat zur Blogparade zum Thema Selbstorganisation aufgefordert. Und da nicht nur selbstständig oder angestellt arbeitende Menschen sich selbst organisieren müssen sonder auch und vor allem Mütter die mit mehreren kleinen Kindern, Hund und Haushalt zurecht kommen, kommt hier mein Beitrag zum Thema:

Wie ich mich organisiere

Ich bin von Natur aus ein sehr ordentlicher Mensch. Bevor ich Kinder hatte, war ich zwar auch sehr ordentlich, aber mein Tagesablauf war vollkommen unstrukturiert. Essen wenn ich hunger hatte, egal wie spät. Einkaufen unmittelbar bevor das Hungergefühl einsetzt, keine festen Zeiten für den Tagesablauf. Ich war das seid meiner Kindheit so gewohnt, weil mein Vater immer im Schichtdienst gearbeitet hat und daher kam es vor, dass wir je nach Dienstplan mal um 16 Uhr Abendgegessen haben oder Mittagessen, je nachdem. Nach meinem Studium zur Sozialpädagogin habe auch ich einige Jahre im Schichtdienst gearbeitet, was mir in sofern sehr entgegen kam, da ich es ja gewohnt war, unstrukturiert in den Tag zu starten. Als ich zum ersten mal schwanger wurde, war das meine größte Sorgen. Ich schaffe es nie, mein Leben auch nur einigermaßen sinnvoll zu strukturieren und mich selbst zu organisieren, meinem Kind einen geregelten Tagesablauf bieten zu können. Mein Sohn ist nun 3 Jahre alt und ich bin glaube ich der durchorganisierteste Mensch der Welt. Nie hätte ich gedacht, dass ich das schaffe und vor allem, dass ich mich daran gewöhnen kann, mich an feste Zeiten zu halten. Mittlerweile ist das in unserer Familie schon zur Routine geworden. Unsere Tage sind immer gleich durchorganisiert. 7 Uhr Frühstück, Kindergarten, Hundespaziergang, 12.30 Mittagessen, Mittagschlaf, 18 Uhr Abendessen. Hinzu kommen noch feste Termine wie Kinderturnen oder Babysittertreffen, die fest eingeplant sind. Ich komme zu dem Schluss, dass es lediglich eine Frage der Gewöhnung ist, wie man sich und seinen Alltag organisiert. 

Der Terminplaner-Typ

Mein Terminplaner und ich, wir gehören zusammen wie Pommes und Currywurst, wie Pech und Schwefel. Jeden Morgen ein kurzer Blick in meinen Terminplaner, ganz altmodisch mit Papier und Stift. Es gibt nichts besseres. Termine verpasse ich so gut wie nie. Auch feste Termine, die immer wiederkehren, werden trotzdem eingetragen. Mir hilft das, meine Routine zu behalten. Tja und die lieben Apps, die es da so gibt. Ich muss gestehen, ich als absolutes Technikgenie habe von sowas überhaupt keine Ahnung und habe mich auch lange geweigert schon allein dieses Wort App (ist das überhaupt ein Wort?) zu benutzen. Da ich keine Ahnung von sowas habe, müsste ich erst einmal die Zeit aufbringen, die richtige App für mich zu finden und mich damit auseinandersetzen, wie das funktioniert und da ich zwei kleine Kinder habe, fehlt mir dafür echt die Zeit. Ich könnte es ja vielleicht mal auf meine heiß geliebte to do Liste schreiben, eine Terminplaner-App ausfindig zu machen... aber warum, wenns auch mit Papier und Stift geht?

Die liebe To do Liste

Ich habe immer eine to do Liste in der Küche rumliegen. Meistens nur kleine Schmierzettel, früher waren es ganze DinA4 Seiten, die von oben bis unten beschrieben waren mit Aufgaben, die auch alle abgearbeitet wurden. Heute ist meine to do Liste zwar etwas kleiner, heißt aber nicht, dass ich nun weniger zu tun habe. To do Listen helfen mir meine Wochenaufgaben zu organisieren bzw. diese im Blick zu halten bei dem ganz normalen Familienalltagswahnsinn. Ich frage mich gerade, wie es wäre, wenn ich keine to do Liste schreiben würde. Wahrscheinlich würden sich viele liegen gebliebene Aufgaben horten, die ich im Alltag aus dem Blick verloren hätte. 

Welche Hürden im Alltag gemeistert werden müssen

Die größten Hürden im Alltag sind es außerplanmäßige Termine zu organisieren, wie beispielsweise Verabredungen der Kinder, Arzttermine, Einkäufe zu organisieren. Dabei versuche ich nach Möglichkeit auch gerne mal auf die Unterstützung von Oma und Opa zurückzugreifen. Und ja, manchmal gelingt es mir auch nicht, alles unter einen Hut zu bringen, dann bleibt mal was liegen, ich muss Arzttermine verschieben und den Einkauf auf den nächsten Tag legen. Aber auch wenn man denkt, dass man den Familienalltag nicht meistern kann, geht es doch immer irgendwie, auch wenn nicht immer optimal, aber es läuft. 

Unser Tipp für andere

Organisation ist das halbe Leben, jedenfalls für eine Familie. Als Studentin oder Paar ohne Kinder konnte ich auch gut ohne Selbstorganisation leben, da lagen meine Prioritäten einfach anderswo, aber nun als Mutter kann ich nur empfehlen den Alltag so zu organisieren, dass man möglichst viel Routine sowie eine feste Tagesstruktur einführt. Unserer Familie hilft das enorm, es gibt Sicherheit, Vertrautheit und reduziert unnötigen Stress. Unsere Zeit können wir so optimal wie möglich managen und haben den Kopf frei für die Organisation von außerplanmäßiger Termine. 

Kommentare

Sehr interessant. Die erste Hälfte hätte von mir sein können- ich war ein Zeitchaot, aber ich bin es noch (genau wie der Mann an meiner Seite), auch mit drei Kindern. Aber ich finde das Leben mit Kindern auch wirklich schlecht planbar. Wie oft muss ich Pläne ändern und sogar regelmäßige Veranstaltungen abblasen, weil wieder jemand krank geworden ist?! Ich erwische mich ganz oft, dass ich wieder nur bis zum nächsten Abend denke... Immerhion schaffen es mein Mann und ich mittlerweile, Sonntag Abens mal durchzusprechen, was in der Woche ansteht (er ist beruflich viel unterwegs, auch über mehrere Tage).

Das erinnert mich daran, dass ich ja seit einem Jahr einen Familienordner anlegen will....

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