30 Jahre, eine wichtige Grenze?

Morgen werde ich 30 Jahre alt. Soweit ich informiert bin, ist das für einen Großteil der Menschen eine Art Grenze, ab der man anfängt sich alt zu fühlen. Aber muss das wirklich so sein? Mich hat dieser Geburtstag bis jetzt nicht sonderlich beschäftigt, auch wenn eine kurze Googlerecherche gerade ergeben hat, dass es zahlreiche Artikel zu diesem Thema gibt und sich viele der Menschen, die den 30. Geburtstag bereits begangen haben, rückblickende darüber Gedanken machen. Aber warum lässt mich dieser Geburtstag bisher so bemerkenswert kalt? Ich denke das liegt daran, dass ich sowieso schon seit einigen Jahren das Leben lebe, das die meisten Menschen mit der Zeit über 30 verbinden. 

Wenig verändert sich

Durch meinen 30. Geburtstag verändert sich allerdinngs wenig bis gar nichts für mich. Weder habe ich in den letzten Jahren seit der Geburt von Sohn 1.0 besonders oft ausschweifend gefeiert, noch ist mein Leben unvernünftig planlos gewesen. Ich habe eine Festanstellung, eine Familie, eine schönes zuhause und komme mir schon länger "erwachsen" vor. Ich glaube Kinder schützen einen davor, dass einem der eigene 30. Geburtstag irgendetwas ausmacht. Im Gegenteil freue ich mich auf die Jahre die vor mir liegen. Beruflich und familiär erwarten mit potentiell hoch interessannte Zeiten. Als Vater bekomme ich zwangsläufig mit, was die Jugend der Zukunft so machen wird und als Programmierer muss ich auch beruflich immer auf aktuellem Stand bleiben. Stillstand ist also nicht in Sicht. 

Kinder machen alt – oder halten jung?

Aus meinen Beobachtungen könnte man jetzt schließen, das Kinder alt machen. Ich denke aber, das Kinder langfristig eher jung halten. Es kann durchaus sein, dass ich mich älter fühle als die Nicht-Väter meiner Generation, ich denke aber das sich das in Zukunft ändern wird. Denn der kinderlose 40-jährige wird sich vermutlich älter fühlen, als der 40-jähige Vater dessen Kinder bis dahin schon mitten in der Pubertät stecken. schon in 14 Jahren wird mein erstes Kind volljährig. Da bin ich dann mitte 40. Und werde mich ziemlich jung fühlen. Zumindest glaube ich das. Und genau aus diesem Grund kann ich nichts schlimmes daran finden jetzt 30 zu werden und damit ein Alter zu haben, dem ich mich sowieso schon zugehörig fühle. 

Ich freue mich jedenfalls auf die Zeiten die da kommen und blicke optimistisch und neugierig in meine Zukunft. Und ich freue mich auch schon auf die kommende Party mit Familie, Freunden und Kollegen. Wie habt ihr euren 30. Geburtstag erlebt? Fandet ihr es schwer, diese Grenze zu überschreiten? Schreibt es mir in die Kommentare!

Kommentare

Auch wenn lange her ist. alles Gute. Du müsstest mal die Seite "über Vadder" mit deinen 28 Jahren anpassen ;)

Huhu!

Also ich sage das jetzt mal aus subjektiver, aber eben weiblicher Sicht: Ich bin 36 (...) und fühle mich alt. Aber das hat nichts mit den Kindern zu tun, wenn mir auch durch ihr Älterwerden mein eigenes immer deutlicher vor Augen tritt. Wenn ich 50 bin ist meine Große 20. Diesen Gedanken hatte ich zuletzt im Kopf und musste weinen. Keine Ahung, warum.

Aber ich blicke wegen der Kinder trotzdem positiver ins Alter, als wenn ich keine hätte. Einfach, weil noch so viel Spannendes geschehen wird. Weil man die Chance hat, sein Leben quasi nochmal zu erleben. Und das ist cool!

Meinen 30. Geburtstag habe ich übrigens, so wie schon meinen 18. und alle dazwischen, gar nicht gefeiert. Ich hasse Geburtstage. So.

Liebe Grüße von einer alten Frau

Neuen Kommentar schreiben